Nehmen wir Studio Kade, eine Marketingagentur mit 9 Mitarbeitenden in Rotterdam. Sie verwaltet QR-Codes und Kurzlinks für 14 Kunden: zwei Restaurants, eine Wohnungsbaugesellschaft, ein Sommerfestival und mehrere Händler. Alle Codes liegen in einem gemeinsamen Konto, und jedes gedruckte Plakat hängt davon ab. Als das Festival Codes "auf unserer eigenen Domain, mit unserem Logo" wollte, verglich das Team jeden White-Label QR-Code-Generator, den es finden konnte. Dieser Artikel folgt seiner Checkliste.
Was Agenturen von einem White-Label QR-Code-Generator erwarten
Studio Kade notierte drei Ziele. Kunden sehen ihre eigene Marke, ohne die Werkzeuge der Agentur dazwischen. Codes funktionieren weiter, egal was mit einem Vertrag passiert. Und die Lösung kostet weniger als der Retainer, den sie unterstützt.
Das klingt einfach. Dahinter stecken sechs Fragen, und die Antworten unterscheiden sich je nach Anbieter deutlich. Die folgenden Abschnitte gehen sie einzeln durch, jeweils mit der Antwort von EUQR und ihren Grenzen.
Prüfpunkt 1: Wem gehört der Code, wenn ein Kunde geht?
Ein dynamischer QR-Code ist ein Verweis. Das gedruckte Quadrat zeigt auf eine kurze Adresse, und die Plattform leitet jeden Scan an das aktuelle Ziel weiter. Wer das Konto kontrolliert, kontrolliert also das Plakat, die Speisekarte oder die Verpackung im Handel.
Stellen Sie die unbequeme Frage deshalb früh. Wenn das Festival 2027 zu einer anderen Agentur wechselt, wer behält dann die Codes: die Agentur, der Kunde oder niemand?
Die Website von EUQR beschreibt keine Übertragung von Codes zwischen Konten. Wenn Sie das brauchen, fragen Sie den Vertrieb, bevor Sie unterschreiben. Regeln Sie es bis dahin im Kundenvertrag:
- Nennen Sie die Partei, die das Konto führt und bezahlt.
- Vereinbaren Sie, wie lange Codes nach Vertragsende weiterleiten.
- Halten Sie fest, was Sie beim Ausstieg übergeben, etwa Ziel-URLs und Exporte der Statistiken.
- Legen Sie fest, wer Ziele ändern darf, sobald die Arbeit live ist.
Eine schriftliche Ausstiegsklausel kostet ein Meeting. Fehlt sie, riskieren Sie eine Kundenbeziehung oder den Neudruck aller Plakate und Aufkleber, die noch im Umlauf sind.
Auch Seats gehören in dieses Gespräch. Im Agency-Tarif von EUQR decken 11 Seats die 9 Personen von Studio Kade ab, zwei bleiben frei. Die White-Label-Seite von EUQR beschreibt keine getrennten Kundenbereiche. Fragen Sie also den Vertrieb, bevor Sie einem Kunden einen eigenen abgeschotteten Bereich versprechen.
Prüfpunkt 2: Ihre eigene Domain, und was passiert, wenn sie ausläuft
White Label bedeutet meist eine eigene Domain. Bei EUQR ist das eine Enterprise-Funktion. Sie verbinden eine Subdomain wie go.kundenmarke.de mit einem einzigen DNS-Eintrag. EUQR prüft den Eintrag und richtet TLS für diesen Host ein, sodass Ihr Team keine Zertifikate selbst konfigurieren muss.
Entscheiden Sie früh, wessen Domain Sie nutzen. Eine Subdomain auf der Domain des Kunden wirkt für den Kunden am besten, doch die Verlängerung liegt dann bei einem Team, auf das Sie keinen Einfluss haben. Eine Subdomain auf der Agenturdomain behält die Verlängerung in Ihrer Hand. Studio Kade wählte deshalb die eigene Agenturdomain und erklärte das dem Festival in einer E-Mail.
Nun das unangenehme Szenario. Ein Kunde vergisst die Verlängerung seiner Domain, oder die Marke wird verkauft und die Domain gleich mit. Bei manchen Tools funktioniert dann nichts mehr, was an dieser Domain hängt. Bei EUQR fällt das Dashboard auf euqr.eu zurück, wenn eine verbundene Domain ausläuft. Niemand wird ausgesperrt.
Stellen Sie jedem Anbieter dieselbe Frage schriftlich: Was passiert mit Scans und Logins an dem Tag, an dem die Domain abläuft? Studio Kade bewahrt die Antworten inzwischen im Pitch-Ordner auf.
Prüfpunkt 3: Was der gedruckte Code tatsächlich enthält
Diesen Punkt überspringen die meisten Agenturen. Eine eigene Domain ändert die Adresse, die Menschen im Dashboard und rund um das Erlebnis sehen. Sie ändert nicht immer, was im gedruckten Quadrat kodiert ist.
Bei EUQR tragen gedruckte Codes eine Kennung, die EUQR hostet, und diese Kennung liegt nie auf Ihrer Domain. Das klingt zunächst nach einem Verlust an Branding. Für eine Agentur wirkt es wie ein Sicherheitsnetz: Die 3.000 Tischaufsteller für einen Restaurantkunden hängen nie davon ab, dass jemand eine Domainregistrierung verlängert. Sie funktionieren in jedem Fall weiter.
Besteht ein Kunde darauf, dass die kodierte Adresse seine eigene Domain zeigt? Dann fragen Sie den Anbieter, wie sich eine abgelaufene Domain auf Scans auswirkt, und wägen Sie das gegen die Kosten eines Neudrucks ab. Teilen Sie mit diesem Kunden auch, wie dynamische Codes von EUQR Drucksachen funktionsfähig halten.
Prüfpunkt 4: Branding auf den Bildschirmen rund um den Code
Kunden bemerken Branding vor allem auf den Bildschirmen, die sie jede Woche nutzen. Mit White Label von EUQR im Enterprise-Tarif laden Sie Ihr Logo hoch und wählen eine Primär- und eine Akzentfarbe. So trägt das Erlebnis Ihre Marke statt der von EUQR.
Unterhalb von Enterprise können die Codes selbst trotzdem nach dem Kunden aussehen. Dynamische Codes erhalten ein Logo in der Mitte und Markenfarben, und Sie wählen die Fehlerkorrekturstufe für unruhige Druckmotive. Kurzlinks laufen auf qreu.eu mit einem frei gewählten Slug, über den URL-Verkürzer von EUQR. Unser Leitfaden zu Branded Short Links geht näher auf die Benennung ein.
Studio Kade testete das zuerst mit dem Festival. Logo im Code, Festivalfarben und ein Slug wie qreu.eu/sommer-tickets. Der Kunde gab das Motiv frei, ohne die Domain noch einmal anzusprechen.
Prüfpunkt 5: Hosting und der Auftragsverarbeitungsvertrag
Agenturen verarbeiten Scandaten im Auftrag ihrer Kunden. Damit steht der QR-Anbieter in der Verarbeitungskette, und Sie brauchen seine Bedingungen, bevor die erste Kampagne startet.
EUQR hostet Scandaten und Kurzlinkdaten in Amsterdam. Es setzt keine Tracking-Cookies und speichert nie rohe IP-Adressen. Zahlungen laufen über Stripe. Lesen Sie den Auftragsverarbeitungsvertrag von EUQR und die Liste der Unterauftragsverarbeiter selbst, und teilen Sie beides mit Kunden, die danach fragen. Dies ist keine Rechtsberatung.
Eine praktische Gewohnheit hilft. Legen Sie pro Kunde einen Ordner mit der geltenden Vertragsversion und dem Datum Ihrer Prüfung an. Schreibt die Datenschutzbeauftragte eines Kunden, antworten Sie am selben Tag.
Prüfpunkt 6: Das Preismodell, und der Start ohne White Label
EUQR veröffentlicht keinen Preis für White Label. Es gehört zu Enterprise, und EUQR schreibt dazu: "We size that tier to your volume". Enterprise umfasst unbegrenzte Codes, Links, Landingpages und Seats, Ihre eigene Domain und Ihr Branding, individuelle Konditionen und Priority Support.
Die meisten kleinen Agenturen brauchen das am ersten Tag nicht. Der Agency-Tarif kostet 49 € pro Monat oder 490 € pro Jahr. Er ist kein White Label. Dafür erhalten Sie 1.000 dynamische QR-Codes, 5.000 Kurzlinks, 730 Tage Aufbewahrung der Statistiken, 11 Seats und API-Zugang. Studio Kade nutzt etwa 40 Codes pro Kunde, 14 Kunden belegen also 560 Codes. Die vollständige Übersicht steht auf der Preisseite von EUQR. Alle Preise verstehen sich zuzüglich MwSt.
Der Schritt zu Enterprise kommt, wenn ein Kunde eine eigene Domain verlangt. Fragen Sie dann den Vertrieb, wie Ihre bestehenden Codes in die White-Label-Umgebung wechseln.
Was zwei Wettbewerber für eine eigene Domain verlangen
Wir haben die eigenen Preisseiten zweier Anbieter gelesen, geprüft am 4. November 2026. Auf der Preisseite von Scanova kostet Pro $75 pro Monat bei jährlicher Abrechnung, mit 5 Nutzern und 1 eigenen Domain. Weitere Domains stehen als Add-on für $120 pro Domain auf der Seite, allerdings bleibt der Abrechnungszeitraum in der Formulierung unklar. Der Standard-Tarif von Scanova bietet White-Label-Landingpages ohne "Powered by Scanova"-Fußzeile.
Die Preisseite von Uniqode nennt eine eigene Domain, die "is available under Plus plan as an add-on feature for $2000 per domain per year", mit weiteren Domains im Business+-Tarif. Diese Zahlen sagen nichts über Qualität. Sie zeigen aber, dass Domains oft einzeln bepreist werden, und das summiert sich bei 14 Kunden schnell.
Was Kunden sehen, wenn ein Konto gekündigt wird
Kunden pausieren Kampagnen, verlieren Budget oder gehen. Wird ein bezahlter EUQR-Tarif gekündigt, zeigen die dynamischen Codes 90 Tage lang Ihre eigene Recovery Page in Ihrem Branding statt eines toten 404. Danach erscheint eine allgemeine Seite von EUQR.
Diese Regel gilt pro Konto. Studio Kade gibt seinen zwei größten Kunden deshalb ein Konto mit eigenem Tarif. Hört einer von ihnen auf, wechseln nur dessen Codes zur Recovery Page, und die anderen 13 Kunden merken nichts. Statische Codes sind ein eigener Fall: Einmal heruntergeladen, ist EUQR nie mehr beteiligt, und sie funktionieren kostenlos weiter.
Die Studio-Kade-Checkliste für jeden White-Label QR-Code-Generator
- Wer führt das Konto, und was passiert mit den Codes bei Vertragsende?
- Welcher Tarif enthält eine eigene Domain, und was kostet jede weitere?
- Was kodiert der gedruckte Code, und hängt er von einer Domain ab?
- Was passiert mit Scans und Logins, wenn eine Domain ausläuft?
- Wo werden Scandaten gehostet, und wo finden Sie Vertrag und Liste der Unterauftragsverarbeiter?
- Was sehen Menschen, wenn das Konto gekündigt wird?
Nehmen Sie diese sechs Fragen in jede Demo eines White-Label QR-Code-Generators mit. Beantwortet ein Anbieter alle schriftlich, unterschreiben Sie mit weniger Überraschungen.
Häufig gestellte Fragen
Enthält der Agency-Tarif von EUQR White Label?
Was passiert mit gedruckten Codes, wenn die Domain eines Kunden abläuft?
Kann ich Codes an einen Kunden übertragen, der meine Agentur verlässt?
Bietet EUQR getrennte Bereiche pro Kunde?
Was kostet White Label bei EUQR?
Mit Agency starten, White Label später ergänzen
Verwalten Sie die dynamischen QR-Codes und Kurzlinks Ihrer Kunden aus einem Konto, gehostet in Amsterdam. Wünscht ein Kunde eine eigene Domain, sprechen Sie mit uns über Enterprise.
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